Entstehung

Stand: September 2021
Bestandsaufnahme Inside@School – Probleme und Bedarfe der Kinder und Jugendlichen

Die frühere Selbstverständlichkeit eines normalen Schulalltags und dessen Anforderungen werden von den Kindern und Jugendlichen nicht oder sehr schleppend akzeptiert. Die Rückkehr zu früheren Routinen, das Einüben von Selbstorganisation, Aufbau von Motivation und Aufarbeitung von persönlichen Themen wird noch lange Zeit brauchen. Kinder und Jugendliche sind nicht nur Schüler*innen, als die sie in der Öffentlichkeit lange Zeit wahrgenommen wurden. Die Kinder- und Jugendhilfe, insbesondere die Schulsozialarbeit weist bereits seit Beginn der Pandemie beständig darauf hin, dass es neben der schulischen Bildung ebenso notwendig ist, die persönliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und der dazu nötigen Rahmenbedingungen zu beachten. Die Coronabeschränkungen haben den Kindern und Jugendlichen viel abverlangt, oft wurden sie mit ihren alterstypischen Bedarfen nicht gesehen und berücksichtigt.  Die daraus resultierenden Probleme zeigen sich nun nach und nach im Schulalltag. Die Schulsozialarbeiter*innen sind für viele Kinder und Jugendliche nun die ersten Ansprechpartner*innen, mit denen sie über ihre Probleme, ihren Frust und ihre Ängste sprechen können. Auch über die Lehrkräfte und Eltern werden die Fachkräfte auf Bedarfe aufmerksam und können somit niedrigschwellig erste Angebote machen, um möglichst frühzeitig Problemen und Bedarfen zu begegnen.

Weitere Infos finden Sie im PDF Stand Sept. 2021.


Justin_RockolaJustin starb am 09.01.1999 – gerade 19 Jahre alt.

Er hatte seine Drogensucht lange vor den Eltern verborgen und vor sich selbst geleugnet. Als er sich eingestehen musste, dass er Hilfe brauchte, vertraute er sich unter Tränen seinen Eltern an. Für sie brach eine Welt zusammen, aber sie standen zu ihm. Gemeinsam suchten sie fieberhaft einen Drogenentzugsplatz, was in der Weihnachtszeit äußerst schwierig war. Justin war bereit zum Entzug. Als sich am 13.01. endlich ein Platz gefunden hatte, war es für ihn bereits zu spät.

Um besser schlafen zu können nahm er Methadon und eine Valium Tablette ein. Nicht wissend, dass die fatale Mischung bei ihm zu einem Atemstillstand führt.

Für unseren Sohn Justin kam jede Hilfe zu spät!

Der Justin-Rockola-Verein wurde am 9.3.2000 durch Frau Gisela Rockola gegründet, um anderen Menschen die Hilfe zu geben, die ihren Sohn Justin leider nicht mehr erreichte.

Der Einstieg in die soziale Arbeit erfolgte viele Jahre über direkte Nothilfen von ausstiegswilligen Drogenkranken, wie persönliche Betreuung von drogenabhängigen Müttern mit Kindern, in Form von finanzieller Hilfe in Notsituationen, Wohnungssuche, Kleider- und Sachspenden, etc.

Die erste Anlaufstelle des Vereins befand sich in einem Teil des Schwabinger Krankenhauses, in dem Gisela Rockola mit einer vom Verein finanzierten Sozialpädagogin arbeitete.

Die dadurch gewonnene Erfahrung führte uns zu dem Projekt Inside@School, Präventionsarbeit an Schulen mit sozialen Brennpunkten, das uns von der Stadt München anvertraut wurde (fachliche Unterstützung durch Condrobs).

Hier ergibt sich die letzte Chance, alle unsere Jugendlichen zu erreichen.

Dank treuer Sponsoren und Unterstützern konnte das Projekt Inside@School laufend erweitert werden.