Entstehung

AKTUELLE INFO ZU COVID 19 – Auswirkungen zur Präsenz an den angeschlossenen Schulen für das Projekt Inside@School

Alle Mitarbeiter*innen waren während der Schulschließung weiter für die Kinder und Jugendlichen, sowie deren Eltern über das Diensthandy und per E-Mail erreichbar. Die Schulen haben in einem Elternbrief sowie über diverse Portale den Eltern mitgeteilt, wie die Schulsozialarbeiter*innen erreichbar sind.

Derzeitiger Stand (06-2020)

Die Kolleg*innen sind in vollem Stundenumfang an den Schulen.
Die Beratung wird den Raumbedingungen angepasst. Manche Beratungs-Räume sind zu klein, so dass Gruppenberatungen in den Pausen z.B. in anderen Klassenzimmern, abgehalten werden müssen (Infektionsschutz/Hygieneplan der Schulen muss eingehalten werden).
Ein arbeiten in Gruppen zu Themen wie Mobbing, Konsum oder Klassenstärken usw. ist derzeit nur bedingt möglich, da zum einen der Unterricht Vorrang hat bzw. wie eben schon erwähnt, die Hygiene und Infektionsschutzmaßnahmen der Schulen eingehalten werden müssen
Hier arbeiten wir gerade daran, unsere gängigen Methoden so umzugestalten, dass wir sie kontaktlos durchführen können
Eine weitere Beratungsmethode ist das „Walk and Talk“. Hier gehen wir mit den Kindern/Jugendlichen auf dem Schulgelände spazieren und beraten sie dort.
Mit Eltern haben wir vor allem via Telefon oder Mail Kontakt, derzeit versuchen wir Elternberatung  z.T. via Video zu machen
Für die Jugendlichen wird derzeit an einer Schule ein Daily Talk via Video angeboten. Die Schüler*innen die zu Hause bleiben müssen/keinen Präsenzunterricht haben, können 1-2x in der Woche mit den Schulsozialpädagog*innen über die Plattform Blizz Kontakt aufnehmen und in der Gruppe oder auch einzeln über Themen die sie interessieren oder beschäftigen, reden.

Probleme auf die wir stoßen sind vor allem die technischen Ausstattungen von Schule und/oder zu Hause. Da wir einige  Kinder aus sozial schwachen Familien betreuen/beraten, können wir trotz aller Bemühungen nicht alle Kinder erreichen, so wie vor der Corona Krise. Es fehlt an Laptops in den Familien, Wlan an den Schulen, Lizenzen für gesicherte Plattformen usw.

In den letzten Wochen haben wir im Rahmen der Schweigepflicht viel telefonischen Kontakt mit den Schüler*innen gehabt. Die Mitarbeiter*innen haben die Kids kontaktiert und nach den Bedürfnissen und Problemen gefragt. Telefonische Beratung stand hier im Vordergrund.


Justin_RockolaJustin starb am 09.01.1999 – gerade 19 Jahre alt.

Er hatte seine Drogensucht lange vor den Eltern verborgen und vor sich selbst geleugnet. Als er sich eingestehen musste, dass er Hilfe brauchte, vertraute er sich unter Tränen seinen Eltern an. Für sie brach eine Welt zusammen, aber sie standen zu ihm. Gemeinsam suchten sie fieberhaft einen Drogenentzugsplatz, was in der Weihnachtszeit äußerst schwierig war. Justin war bereit zum Entzug. Als sich am 13.01. endlich ein Platz gefunden hatte, war es für ihn bereits zu spät.

Um besser schlafen zu können nahm er Methadon und eine Valium Tablette ein. Nicht wissend, dass die fatale Mischung bei ihm zu einem Atemstillstand führt.

Für unseren Sohn Justin kam jede Hilfe zu spät!

Der Justin-Rockola-Verein wurde am 9.3.2000 durch Frau Gisela Rockola gegründet, um anderen Menschen die Hilfe zu geben, die ihren Sohn Justin leider nicht mehr erreichte.

Der Einstieg in die soziale Arbeit erfolgte viele Jahre über direkte Nothilfen von ausstiegswilligen Drogenkranken, wie persönliche Betreuung von drogenabhängigen Müttern mit Kindern, in Form von finanzieller Hilfe in Notsituationen, Wohnungssuche, Kleider- und Sachspenden, etc.

Die erste Anlaufstelle des Vereins befand sich in einem Teil des Schwabinger Krankenhauses, in dem Gisela Rockola mit einer vom Verein finanzierten Sozialpädagogin arbeitete.

Die dadurch gewonnene Erfahrung führte uns zu dem Projekt Inside@School, Präventionsarbeit an Schulen mit sozialen Brennpunkten, das uns von der Stadt München anvertraut wurde (fachliche Unterstützung durch Condrobs).

Hier ergibt sich die letzte Chance, alle unsere Jugendlichen zu erreichen.

Dank treuer Sponsoren und Unterstützern konnte das Projekt Inside@School laufend erweitert werden.